Feb 12 2009

Was erhöht wirklich den Cholesterinspiegel ?

Cholesterin ist ein lebensnotwendiger körpereigener Stoff, der u.a. für die Bildung von Hormonen und Vitamin D benötigt wird. Die größte Menge an Cholesterin wird im Körper selbst gebildet.
Je mehr Cholesterin mit der Nahrung aufgenommen wird, desto weniger bildet der Körper selbst. Dieser genetisch bedingte Regulationsmechanismus sorgt dafür, dass die Cholesterinkonzentration im Blut nicht zu hoch wird. Allerdings funktioniert dieser Mechanismus nicht bei allen Menschen optimal, ihr Körper bildet große Mengen an Cholesterin trotz hoher Aufnahme mit der Nahrung. Ein erhöhter Cholesterinspiegel kann also genetisch bedingt sein.
Bei den meisten Menschen zeigt sich allerdings kein Anstieg des Cholesterinspiegels nach dem Verzehr von cholesterinreichen Lebensmitteln. Cholesterinreiche Nahrung z.B. Eier führen also nicht zwangsläufig zu einem erhöhten Cholesterinspiegel.
Ein zu hoher Cholesterinspiegel kann aber auch Folge einer anderen Erkrankung sein wie z.B. Diabetes, Schilddrüsenunterfunktion oder Nierenerkrankungen oder durch Medikamente verursacht werden.
Häufigste Ursache für einen erhöhten Cholesterinspiegel ist jedoch eine falsche Lebensweise: Übergewicht, mangelnde Bewegung, Stress, falsche Ernährung mit einer zu hohen Zufuhr von gesättigten Fetten.

Wann ist der Cholesterinspiegel zu hoch ?
Es verschiedene “Arten” von Cholesterin: das LDL (”böse” Cholesterin, an der Arteriosklerose beteiligt), das HDL (”gute” Cholesterin, transportiert LDL-Cholesterin zur Leber, sogar bereits in Arterien abgelagertes) und die Triglyceride.
Deshalb reicht die alleinige Bestimmung der Gesamtcholesterinkonzentration im Blut zur Beurteilung des Arterioskleroserisikos sowie zur Verordnung von Medikamenten nicht aus. Es ist in jedem Fall erforderlich, die LDL-Cholesterin- sowie HDL-Cholesterinkonzentration und die Triglyceridkonzentration zu bestimmen. Sowohl bei Frauen als auch bei Männern sind erniedrigte HDL-Konzentrationen mit einem erhöhten Risiko für die koronare Herzkrankheit verbunden, auch wenn das Gesamtcholesterin unter 200 mg/dl gemessen wird.
Um eine Verfälschung der Ergebnisse auszuschließen, sollte die Messung nüchtern erfolgen, ca. 12 bis 16 Stunden nach der letzten Mahlzeit.
Ob der gemessene Cholesterinspiegel gesundheitlich bedenklich ist, wird von verschiedenen Faktoren (z.B. Gewicht, Alter, Geschlecht, Erkrankungen) beeinflußt und muss daher individuell bewertet werden. Es gelten folgene Richtwerte:
Gesamtcholesterin: bis 200 mg/dl (5,2 mmol/l), grenzwertig 201 bis 250 mg/dl (5,2 – 7,8 mmol/l), erhöht über 250 mg/dl (7,8 mmol/l)
HDL: über 45 mg/dl (1,2 mmol/l)
LDL: bei Gesunden können Werte bis 155 mg/dl (4,0 mmol/l) toleriert werden, bei Diabetes sollte der Wert unter 115 mg/dl (3,0 mmol/l) liegen
nach einem Herzinfarkt oder bei Vorliegen von sonstigen Gefäßerkrankungen unter 100 mg/dl (2,6 mmol/l)

Keine Kommentare

Noch keine Kommentare.

RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URI

Schreiben Sie einen Kommentar.